Neue Cookie-Richtlinien: Was Webseitenbetreiber wissen und umsetzen lassen müssen

Je digitaler unsere Welt wird, desto größer wird das Thema Daten und damit auch die Diskussion um den Datenschutz. Zuletzt etwa im Rahmen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Für Unternehmen wie Nutzer ist es bisweilen eine Herausforderung, den Dschungel an Gesetzen zu durchblicken wie zu verstehen, welche EU-Richtlinien tatsächlich umgesetzt werden müssen.

Seit Oktober 2019 gibt es ein Urteil des Europäischen Gerichtshof (C-673/17 – Planet49), das die Cookie-Richtlinien neu regelt. Cookies sind Daten, die eine Webseite zwischenspeichert, wenn diese besucht wird. Sie sollen das Surfen im Internet erleichtern, dienen aber auch dem Tracking und Marketingmaßnahmen. In dem Urteil ging es konkret um die Frage, ob der Einsatz von Cookies auf Webseiten zwingend eine Einwilligung des Nutzers voraussetzt. Die Entscheidung: Der bislang eingesetzte Hinweisbanner, der lediglich auf die Cookie-Verwendung hinweist, reicht nicht mehr aus. Stattdessen muss der Nutzer per Opt-in u.a. detaillierte Informationen zu den einzelnen Cookies und Auswahlmöglichkeiten ohne voreingestellte Checkboxen erhalten.

Was bedeutet das nun für Webseitenbetreiber? Der sicherste Weg ist, vor dem Setzen des ersten Cookies einen Sperrbildschirm oder -banner auf der Webseite zu platzieren, der die notwendigen Infos aktiv abfragt. Stimmt der Nutzer nur notwendigen Cookies zu, wird automatisch das Tracking unterbunden.

Sollten Sie den Cookie-Banner auf Ihrer Webseite dem Urteil anpassen wollen, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.